Der Meldebestand ist ein geplanter Bestellpunkt. Eine einfache Berechnung lautet: durchschnittlicher Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Sie setzt passende Einheiten und belastbare Annahmen voraus. Ein saisonaler Artikel braucht andere Annahmen als ein gleichmäßig verbrauchtes Material.
Reservierungen berücksichtigen
Von 59 m² Lagerbestand sind im Beispiel 45 m² bereits gebunden. Es bleiben rechnerisch 14 m² verfügbar. Das liegt unter dem Bestellpunkt von 20 m². Physischer, reservierter und verfügbarer Bestand sollten getrennt sichtbar sein.
Mindestbestand ist etwas anderes
Der Sicherheitsbestand dient als Puffer. Der Meldebestand berücksichtigt zusätzlich den voraussichtlichen Verbrauch während der Wiederbeschaffung. Das Erreichen des Meldebestands ist ein Signal zum Handeln, keine Garantie gegen Lieferprobleme.
Annahmen aktualisieren
Ändern sich Verbrauch, Lieferzeit, Mindestbestellmenge oder Zuverlässigkeit des Lieferanten, müssen die Werte geprüft werden. Arbeitstage und Kalendertage dürfen nicht unbemerkt vermischt werden.
Im Betriebs-OS
Du hinterlegst den Bestellpunkt je Artikel. Die Nachbestellaufgabe unterstützt den Einkauf; Menge, Konditionen und Bestellung werden von deinem Team geprüft.
